Lehrkräfte an der LUR – aus Schülersicht
Diese Seite bietet einen allgemeinen, anonymisierten Überblick über die Lehrkräftesituation an der Leopold-Ullstein-Realschule Fürth, basierend auf Schülererfahrungen und öffentlich zugänglichen Daten.
Es werden keine Namen genannt und keine einzelnen Personen bewertet. Ziel ist ein sachlicher Überblick, kein persönlicher Vorwurf.
Hinweis für Lehrkräfte
Lehrkräfte, die offen für konstruktives Feedback oder Empfehlungen sind, können sich jederzeit vertraulich per E-Mail an uns wenden.
Rückmeldungen dienen ausschließlich dem gegenseitigen Verständnis und einer möglichen Verbesserung des schulischen Miteinanders. Es geht nicht um Kritik an einzelnen Personen, sondern um Wahrnehmungen und Kommunikationsformen aus Schülersicht.
Kontakt:
kontakt.schuelererfahrungen@gmail.com
Fakten & schulische Rahmenbedingungen
| Aspekt | Stand | Quelle |
|---|---|---|
| Hauptamtliche Lehrkräfte | 60 | km.bayern.de |
| Klassen | 35 | realschulebayern.de |
| Schüler gesamt | 987 | realschulebayern.de |
| Schüler pro Lehrkraft | ca. 16,4 | Berechnung |
| Schüler pro Klasse | ca. 28,2 | Berechnung |
| Lehrkräfte pro Klasse | ca. 1,7 | Berechnung |
Diese Zahlen zeigen kein außergewöhnliches Extrem, jedoch ein sehr knapp kalkuliertes System. Berücksichtigt man Krankheitstage, Teilzeitquoten und Verwaltungsaufgaben, bleibt wenig Spielraum für Vertretungsunterricht oder individuelle Förderung.
Wahrnehmung im Schulalltag
Aus Schülersicht wird die personelle Situation im Alltag deutlich spürbar. Unterrichtsausfälle, Vertretungsstunden und kurzfristige Planänderungen gehören für viele Klassen zum Schulalltag – besonders in höheren Jahrgangsstufen, in denen Lehrpläne, Prüfungen und Termine sehr eng getaktet sind.
Gleichzeitig unterscheiden sich Lehrkräfte stark in ihrer Unterrichts-, Kommunikations- und Führungsweise. Die folgenden Punkte stellen beispielhafte Wahrnehmungen dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt selbstverständlich mehr als diese zwei Ausprägungen.
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Dialogorientierte Lehrkräfte (Beispiel):
Offen, respektvoll und auf Augenhöhe. Schüler fühlen sich ernst genommen, beteiligen sich häufiger und trauen sich eher, Fragen zu stellen oder Fehler zuzugeben. Diese Art von Unterricht wird von vielen als motivierend und lernförderlich wahrgenommen. -
Stark hierarchisch geprägte Lehrkräfte (Beispiel):
Sehr regel- und leistungsorientiert, mit wenig Raum für Dialog. Aus Schülersicht kann dies zu Distanz, Anspannung und sinkender Motivation führen – selbst dann, wenn der fachliche Unterricht korrekt ist.
Wichtig ist dabei: Diese Kategorien sind keine Bewertungen einzelner Personen, sondern beschreiben wahrgenommene Unterrichtsstile, wie sie im Schulalltag vorkommen können.
Unter Schülern wird häufig darüber gesprochen, welche Lehrkräfte man im kommenden Schuljahr bekommt. Nicht selten entsteht dabei das Gefühl, dass schulischer Erfolg stark davon abhängt, ob man „Glück“ mit der Lehrkraft hat.
Viele Schüler berichten, dass sie jedes Jahr aufs Neue hoffen müssen, Lehrkräfte zu erhalten, mit denen Lernen gut möglich ist. Dass Lernfortschritt und Motivation teilweise von dieser Hoffnung abhängen, wird als belastend empfunden – und eigentlich nicht als idealer Zustand eines Bildungssystems.
Nach dem Kommunikationsmodell von Paul Watzlawick beeinflusst insbesondere die Beziehungsebene (2. Axiom) maßgeblich, wie Inhalte aufgenommen werden. Ein positives Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schüler fördert Beteiligung, Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft.
Unterrichtsqualität wird daher nicht allein durch Fachwissen bestimmt, sondern auch durch Kommunikation, gegenseitigen Respekt und den Umgang miteinander.
Zusammenfassung
Die Lehrkräftesituation an der LUR stellt keinen Ausnahmezustand dar, ist jedoch sehr eng bemessen. Bereits einzelne Ausfälle wirken sich spürbar auf den Schulalltag aus.
Unterschiedliche Unterrichtsstile prägen das Erleben der Schüler stark. Sachlicher Dialog und respektvolle Kommunikation werden dabei als entscheidende Faktoren für einen funktionierenden Unterricht wahrgenommen.